Martina Priessner studierte Sozial- und Kulturwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin und arbeitet heute als freie Filmemacherin und Autorin in Berlin.
Ihr Dokumentarfilmdebüt Wir sitzen im Süden (ZDF/Das Kleine Fernsehspiel) feierte 2010 im nationalen Wettbewerb des DOK Leipzig Premiere und wurde 2011 für den Grimme-Preis nominiert.
Für ihre Arbeit erhielt sie zahlreiche Stipendien, unter anderem vom Nipkow Programm, der DEFA-Stiftung, der Stiftung Mercator und der Kulturakademie Tarabya. Während eines fünfjährigen Aufenthalts in Istanbul realisierte sie 2013 den Found-Footage-Film Everyday I'm Capuling, der sich mit den Gezi-Park-Protesten auseinandersetzt.
Als IPC-Mercator-Stipendiatin produzierte sie 2015 in Istanbul den Kurzfilm 650 Wörter, eine filmische Reflexion über Migration und Sprache. Ihr Dokumentarfilm Die Wächterin (2020), gefördert vom BKM, feierte Premiere im Deutschen Wettbewerb des DOK Leipzig und wurde mit dem Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts ausgezeichnet.
Ihr jüngster Film Die Möllner Briefe (2025) feierte Weltpremiere in der Sektion Panorama der Berlinale und wurde mit dem Panorama Publikumspreis, dem Amnesty Filmpreis und dem Roman Brodmann Preis ausgezeichnet.
©Shai Levy